Die 5 besten Übungen für das Handgelenk | Reflexit
Handgelenk trainieren bedeutet nicht, in ein Fitnessstudio zu gehen oder teure Geräte anzuschaffen. Die effektivsten Übungen Handgelenk lassen sich überall und mit minimalem Aufwand durchführen – auf dem Schreibtisch, auf der Couch, oder im Warteraum. Worauf es dabei ankommt, ist nicht die Dauer, sondern die Regelmäßigkeit.
Warum Handgelenkübungen so oft vernachlässigt werden
Das Handgelenk funktioniert so zuverlässig – bis es das nicht mehr tut. Wer täglich tippt, greift, schraubt oder sport treibt, nutzt das Handgelenk hunderte Male täglich. Trainiert wird es trotzdem kaum. Genau diese Lücke zwischen Beanspruchung und Training ist die häufigste Ursache für Schmerzen, Sehnenreizungen und Griffkraftprobleme.
Laut einer Studie im Journal of Neurophysiology (Takagi et al., 2010) führen schon 8 Wochen gezieltes Handgelenk-Extensionstraining zu messbaren Steigerungen der Griffkraft und zu einer verbesserten Aktivierungsbalance zwischen Beugern und Streckern des Unterarms.
Die 5 besten Übungen für das Handgelenk
1. Handgelenk-Beugung (Flexion)
Ausführung: Unterarm auf dem Oberschenkel oder Tisch ablegen, Handinnenseite zeigt nach oben. Handgelenk langsam nach oben beugen, kurz halten, kontrolliert zurückführen. 3 Sätze à 15 Wiederholungen.
Trainiert: Handgelenks-Flexoren – die Muskeln, die beim Greifen, Tippen und Heben am stärksten beansprucht werden.
Widerstand: Andere Hand als Gegendruck, Wasserflasche oder Reflexit.
2. Handgelenk-Streckung (Extension)
Ausführung: Gleiche Position wie oben, Handrücken zeigt nach oben. Handgelenk nach oben strecken gegen Widerstand, kontrolliert zurück. 3 Sätze à 15 Wiederholungen.
Trainiert: Handgelenks-Extensoren – der Gegenspieler zur Flexorengruppe. Diese Muskeln sind bei den meisten Menschen deutlich schwächer als die Beuger und verursachen deshalb Dysbalancen.
Wichtig: Langsam und kontrolliert – schnelle Bewegungen gegen Widerstand belasten die Sehnen.
3. Unterarm-Rotation (Pronation und Supination)
Ausführung: Arm nach vorne strecken, Faust bilden oder Gegenstand halten. Unterarm langsam von Handrücken oben (Pronation) zu Handfläche oben (Supination) drehen. 10 bis 15 Wiederholungen je Richtung.
Trainiert: Pronator teres, Supinator und die tief liegenden Unterarmmuskeln – genau die Gruppe, die bei Tennisarm, Golferellenbogen und Kassiererschmerzen zuerst reagiert.
Besonderheit: Diese Übung wird von den meisten Trainingsplänen völlig ignoriert, obwohl sie eine der wichtigsten präventiven Maßnahmen darstellt.
4. Dead Hang
Ausführung: An Türrahmen, Klimmzugstange oder einem stabilen Regal mit Obergriff aufhängen. Schultergürtel leicht aktiv halten, Körper entspannt hängen lassen. So lange wie möglich halten, dann loslassen.
Trainiert: Fingerflexoren, Griffkraftausdauer, Unterarmbeuger – alles gleichzeitig unter echter Belastung.
Bonus: Dead Hangs dekomprimieren gleichzeitig die Wirbelsäule und verbessern die Schultergesundheit.
5. Handgelenkzirkel
Ausführung: Arm ausstrecken, Faust bilden. Handgelenk in großen, langsamen Kreisen bewegen – 10 Runden im Uhrzeigersinn, 10 Runden dagegen. Kein Schmerz, nur sanfter Zug.
Trainiert: Mobilität und Durchblutung in allen Bewegungsachsen – ideal als Warm-up vor den anderen Übungen oder als Ausgleich nach langer Bildschirmarbeit.
Wann: Täglich, auch mehrfach. Keine Belastungsgrenze – diese Übung ist immer möglich.
Wie du die Übungen in den Alltag integrierst
Die 5 Übungen brauchen zusammen maximal 10 bis 12 Minuten. Wer sie morgens vor dem ersten Kaffee oder abends vor dem Fernseher macht, hat seinen Unterarm bereits vollständig trainiert. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) empfiehlt bei Bildschirmarbeit kurze aktive Pausen für die Handgelenke – die Übungen 1, 2 und 5 eignen sich perfekt dafür.
Wer über Körpergewicht hinaus Widerstand möchte: Der Reflexit Handgelenktrainer ersetzt bei Übung 1 und 2 das Eigengewicht durch anpassbaren Federwiderstand. Der Reflexit Spinball übernimmt Übung 3 in einer intensiveren, gyroskopischen Variante.
Handgelenk trainieren kostet keine Zeit – es kostet nur Regelmäßigkeit. Starte heute mit diesen 5 Übungen und schau dir den Reflexit an, wenn du den nächsten Schritt machen willst.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich diese Übungen bei Handgelenk schmerzen machen?
Übung 5 (Handgelenkzirkel) ist fast immer schmerzfrei und in nahezu jeder Phase möglich. Übungen 1 bis 4 sollten bei akuten Schmerzen reduziert oder pausiert werden – bis zur ärztlichen Abklärung. Nach der Akutphase ist gezieltes Aufbautraining ausdrücklich empfohlen.
Wie viele Übungen pro Tag sind sinnvoll?
Alle 5 täglich, wenn sie schmerzfrei möglich sind. Wer neu einsteigt, beginnt mit 2 bis 3 Übungen und steigert auf 5 innerhalb der ersten zwei Wochen. Überlastung entsteht hier nicht durch zu viele Übungen, sondern durch zu hohen Widerstand zu früh.
Sind diese Übungen auch für Kinder geeignet?
Ja, besonders für Kinder und Jugendliche, die viel zocken, Instrumente spielen oder Sport treiben. Die Übungen ohne Zusatzgewicht sind für jedes Alter geeignet. Federgreifer oder Widerstandsgeräte erst ab dem Teenageralter und mit leichter Stufe beginnen.
Was ist besser: viele Wiederholungen mit leichtem Widerstand oder wenige mit schwerem?
Für Muskelausdauer und Prävention: viele Wiederholungen (15 bis 20), leichter Widerstand. Für Kraftaufbau: 8 bis 12 Wiederholungen mit mittlerem Widerstand. Für Rehabilitation: 15 bis 20 Wiederholungen, sehr leicht. Die meisten Menschen profitieren am meisten von der mittleren Variante.

